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Bericht zur IDM 2009 in Starnberg
645 km soviel stand auf unserem Tacho als wir am Freitag mitten in der Nacht in Starnberg vor dem Tor des SCW aufschlugen. Der Samstag begann dann mit aufriggen und der Sicherung eines Liegeplatzes und natürlich der Vorregatta zur Meisterschaft. Montag Nachmittag begann dann die Vermessung, diese verlief für alle in sehr entspannter und freundlicher Atmosphäre, perfekt als Einstimmung für die wichtigen Dinge des Lebens mit denen dann am Abend begonnen werden konnte. Am Dienstag Vormittag wurde die Meisterschaft dann offiziell mit Offiziellen aus Verein und Lokalpolitik eröffnet und wir konnten endlich wieder segeln gehen. So einfach war es natürlich nicht, bevor es losgehen konnte gab es noch eine zünftige Brotzeit mit lecker Weisswurst und Andechser Bier damit wir dann pünktlich um 13:00 Uhr mit 34 Anderen Jollenkreuzern bei 2-3 Bft von der Wettfahrtleitung um 15 Uhr auf die Bahn geschickt wurden. Der Start verlief bis auf einen Einzelrückruf reibungslos und so konnte der Dreieckskurs in Angriff genommen werden. Schnell wurde uns klar, dass die rechte Seite irgendwie besser lief und so kam es dann auch, dass alle Boote von der rechten Bahnseite vorn mit dabei waren. Nach anderthalb Stunden segeln und etlichen Positionskämpfen auf den Rängen 2-8 ging R1399 mit einen Schenkel Vorsprung auf R1397, R1400; R1369; R1390 und R1405 durchs Ziel. Rennen 2 begann mit etwas mehr Wind und man hatte den Eindruck, dass beide Seiten gut laufen. Nach einer sauber gefahrenen Startkreuz verfielen wir jedoch kurz vor dem Ziel in unseren H-Jollentrott und versuchten die Dreher mit Wenden auszutricksen. Dass das mit einen 20er nur bedingt funktioniert stellten wir dann endgültig fest, als wir uns in einem nahezu undurchdringlichen Pulk aus 20ern wiederfanden. Da der Mensch ja ein Herdentier ist nützten auch alle Versuche dem Pulk zu entkommen nichts und so fanden wir uns dann auch an Tonne drei inmitten von 20 anderen Schiffen wieder. Der Rest ist schnell erzählt, wir beendeten das Rennen mit Platz 13 die Mannschaften R1399; R1410; R1400; R1418 und R4 sind in dieser Reihenfolge durchs Ziel gefahren. Am Abend fand dann die Jahreshauptversammlung der KV statt und das ein oder andere Frische wurde auch noch genossen.
Am Mittwoch morgen gönnte sich Rasmus bei herrlichstem Sonnenschein erstmal eine Pause. Gegen 12:00 Uhr ging es aber dann doch aufs Wasser und gegen 13:00Uhr ertönte dann das Startsignal. Nach gut einer Stunde segeln konnten wir dann den dritten Platz ins Ziel bringen. Vor uns waren auf Platz eins R1400 und auf dem Zweiten R1366, Platz vier belegte R1320. Es wurde auch nicht lange gewartet das zweite Rennen wurde angeschossen, musste aber nach einer Runde mangels Wind abgebrochen werden. War aber nicht weiter schlimm denn wir wurden mit lecker warmen Leberkäse und Brötchen hervorragend auf dem Wasser versorgt. So gestärkt rappelte sich auch Rasmus noch mal auf und bescherte uns den dritten Start des Tages. Es dauerte wieder gut eine Stunde, da waren alle Schiffe im Ziel und die Meisterschaft war plötzlich wieder völlig offen. Denn R1400 gewann das Rennen und konnte damit auf R 1399 aufschließen, die restlichen Plätze wurden von R1313; R1390 und R1380 belegt. Als die Uhr schon fast 17 Uhr anzeigte entschloss sich die Wettfahrtleitung für einen weiteren Sart. Dieser ging dann auch ohne besondere Zwischenfälle über die Bühne und bei abnehmenden Winden kam das Feld sehr dicht gedrängt an Tonne 1 an. Auch die folgenden Schenkel wurden aufgrund des abnehmenden Windes nicht viel entspannter und so kam es, dass die Wettfahrtleitung nach gut einer Stunde ein Einsehen hatte und das Rennen abkürzte. Dieses Rennen wurde von R1399 gewonnen, gefolgt von R1418; R1397; R1320 und R1400. Kurz vor dem Dunkelwerden erreichten die Schiffe den Hafen wo am Abend dann köstliche Spezialitäten von unseren Österreichischen Segelfreunden gereicht wurden. Als wir am nächsten Morgen noch mit etlichen Gläsern Restwein im Kopf das Licht der Wellt erblickten strahlte mal wieder die Sonne. So wie die Sonne strahlte machte sich der Wind wieder einmal dünn und so wurde erstmal stundenweise verschoben und als keiner mehr so recht dran glauben mochte hieß es dann auslaufen! Nach ein paar Bockwürsten von der Wettfahrtleitung, einem versuchten Start und einem abgebrochenen Rennen ging es dann kurz vor dem Dunkelwerden zurück in den Hafen, wo sich dann am Abend die Vorschotleute zu ihrer alljährlichen Gewerkschaftsversammlung zusammenfanden. Die unmittelbaren Folgen dieser Versammlung konnten dann die meisten Steuermänner am nächsten morgen in den Gesichtern ihrer Vorschoter deutlich erkennen, besonders weil viele es sich nicht nehmen ließen noch bis in die frühen Morgenstunden in der Bar zu nageln.
Der 5. Tag begann mit den ersten Regentropfen in dieser sonst so sonnigen Woche, Wind wahr scheinbar auch vorhanden und so kam es, dass erstmal pünktlich zur Regattabahn ausgelaufen wurde. Doch schon beim ersten Einsegeln stellten wir fest, dass die graue Soße und der laue Wind überm Starnberger See ein Nervenspiel für uns bereit hält. Das Rennen wurde gestartet, es gab sehr viele Winddreher und teilweise fast gar keinen Wind aber nach ca. 50 Minuten ging es dann ins Ziel. Den ersten Platz sicherte sich R1400, auf dem 2.Platz kam R1399 ins Ziel und somit wurden Flade, Schlacksi und Ake wieder einmal Deutscher Meister. Auch wir konnten aus dem Rennen etwas lernen und zwar das man einen Frühstart, den man nicht begangen hat, auch nicht korrigieren braucht. Ein 22. Platz brachte noch einmal reichlich Punkte auf unser Konto aber trotz alledem reichte es noch für Platz 3 in der Gesamtwertung. Uns unmittelbar auf den Fersen waren in der Endabrechnung R1390 Zellmer/Wiedstruck/Muschke und R 1410 Witte/Mädicke/Herbst auf Platz 5.
Dann ging das große Einpacken los, die Boote wurden verpackt, die Autos aus den Parklücken rangiert und frisch rasiert ging es dann zur Siegerehrung. Vorher noch einmal richtig lecker gegessen und dann konnten alle Plätze geehrt werden alle Sonderpreise überreicht und alle Dankesreden gehalten werden. Die Preisverleihung war kaum zu Ende da begann auch schon die Band zu spielen, doch zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns bereits wieder auf der Autobahn und im strömenden Regen ging es wieder 645 km gen Norden, mit den Erinnerungen an eine einfach tolle Meisterschaft im SCW.
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